Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist für Brancaia schon lange von grösster Bedeutung. Wie versuchen, die Aspekte Ökologie, Ökonomie und Soziales in unserem Betrieb gleichermassen zu berücksichtigen. Brancaia ist bestrebt, seine Nachhaltigkeit stetig zu verbessern. Viele der nachstehenden Punkte helfen uns, noch nachhaltiger zu werden, oder sind ein Resultat unserer ökologischen Arbeits- und Denkweise.

BEGRÜNUNG

Seit zwei Jahrzehnten bildet die ganzjährige Begrünung das Fundament für Biodiversität in unseren Rebbergen. Sie beugt der Bodenerosion und dem zu raschen Verdunsten von Feuchtigkeit vor. Wenn sich zwischen unseren Reben Vögel und Insekten tummeln, freut uns das genauso wie perfekte, erntereife Trauben.

Nur in ungestörten Böden kann sich das Bodenleben optimal entwickeln und Symbiosen zwischen Reben und Begrünungspflanzen ermöglichen. Die Pflanzen können die Bodenstruktur bis in tiefe Schichten aufbrechen und verbessern, wodurch sich der Wasserhaushalt für die Reben langfristig verbessert.

In vielen unserer Weinberge hat sich in der Zwischenzeit eine natürliche und vielfältige Flora gebildet. So können wir dort auf eine Einsaat verzichten und säen nur noch bei Bedarf gezielt und punktuell ein.

SPONTANGÄRUNG

Seit 2012 erhöhen wir mit Spontanvergärung die Komplexität und Authentizität unserer Produkte. Die Hefeflora stammt aus den eigenen Rebbergen und Weinkellern und ist das Resultat der natürlichen Vorgänge eines Jahres. Mit der natürlichen Hefeflora werden die Weine von Brancaia nicht nur handwerklich perfekt und elegant, sondern auch extrem ortstypisch.

GEBÄUDE UND SOLARANLAGE

Der gesamte Warmwasserbedarf der Kellerei wird durch unsere eigene Solaranlage gedeckt. Beim Kellerbau haben wir ebenfalls auf Nachhaltigkeit geachtet und bewusst nur Handwerker aus der Umgebung beschäftigt. Auch bei der  Materialwahl war und ist es uns wichtig, Ressourcen aus der nächsten Umgebung zu nutzen. Nicht selten rezyklieren wir Verbrauchsgegenstände, wie zum Beispiel Barriques. Viele Dekorationsgegenstände und das Mobiliar sind so inhouse entstanden.

FLASCHENGEWICHT

Bei allen Prozessschritten ist es uns wichtig, dass die Qualität unserer Produkte stets gewährleistet und eine wertige Erscheinung sichergestellt ist. Im Jahr 2010 haben wir das Flaschengewicht aller unserer Weine um 15 bis 20 Prozent verringert, ohne das Erscheinungsbild zu beeinträchtigen. Durch die Gewichtsreduktion konnten wir unseren ohnehin negativen CO₂-Fussabdruck noch einmal deutlich verbessern.

CO₂-FUSSABDRUCK

Ein zentrales Thema der Nachhaltigkeit sind die CO₂-Emissionen. Brancaia lässt diese regelmässig von einem unabhängigen Institut messen. Die Messung beinhaltet alle Produktionsschritte von der Bewirtschaftung der Weinberge über Ernte, Vinifikation und Abfüllung bis zur Verpackung und allen internen Transporten. Seit Jahren haben wir einen deutlich negativen CO₂-Fussabdruck, den wir in Zukunft weiter verbessern werden.

BIO-WEINBAU

Je mehr Respekt wir der Natur entgegenbringen, desto gesünder sind unsere Rebstöcke und desto besser ist die Qualität unserer Trauben. Dass ökologischer Weinbau und kompromisslose Qualität zu hundert Prozent miteinander vereinbar sind, ist eine der wichtigsten und schönsten Erkenntnisse für uns.

Auf den Einsatz von Herbiziden und Insektiziden verzichten wir aus Überzeugung. Schon vor der offiziellen Umstellungsphase haben wir die biologischen Richtlinien eingehalten. Zertifiziert sind wir seit 2019. Derzeit erlernen wir die Techniken des biodynamischen Weinbaues, welche wir in den nächsten Jahren schrittweise einführen werden.

WETTERSTATION

Seit 2015 verwendet Brancaia ein DSS (Decision Support System). Das DSS ist eine IT-Plattform, die Daten über Wetterstationen und am Boden angebrachte Sonden in Echtzeit sammelt. Diese Informationen werden mithilfe fortschrittlicher Technologie ausgewertet und geben uns nützliche Informationen für Entscheidungen über mögliche pflanzengesundheitliche Eingriffe oder anstehende Bodenbearbeitungen.

Die Verwendung eines DSS-Systems ist für die Ausübung einer nachhaltigen Landwirtschaft von grundlegender Bedeutung, da sie das Bewusstsein für die Prozesse schärft, die unser Ökosystem in Weinbergen regulieren, und den Einsatz von Spritzmittel deutlich optimiert. Das Resultat sind eine bessere Traubenqualität und eine weitere Reduktion der Umweltbelastung durch den gezielteren Einsatz von Ressourcen.

PHYTOPURIFIZIERUNGSSYSTEM 

Das gesamte Abwasser unseres Weinkellers wird über ein Phytopurifizierungssystem aufbereitet. Die Phytopurifikation ist eines der wenigen 100 Prozent ökologischen und autonomen Hygienesysteme. Das Prinzip dieser Hygiene basiert auf der natürlich reinigenden Wirkung bestimmter Pflanzen. Diese Pflanzen schaffen ein natürliches Ökosystem, in dem Bakterien leben, die unser Abwasser reinigen können.

VERPACKUNG

Die von Brancaia verwendeten Kartons werden ausschliesslich aus FSC-zertifiziertem (Forest Stewardship Council) Karton hergestellt. Das bedeutet, dass der Papierrohstoff nur aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern oder Holzplantagen stammt.

Das FSC setzt sich weltweit für die nachhaltige und verantwortungsvolle Nutzung der Wälder ein. Anhand von Prinzipien und Kriterien, die neben dem Schutz des Waldes auch ökologische und soziale Auswirkungen der Waldwirtschaft berücksichtigen.

Verschluss

NOMACORC: Das Problem fehlerhafter Korken hat uns schon 2004 veranlasst, bei unseren Basisweinen Nomacorc einzusetzen. Dieser wird aus nachhaltig wachsenden Rohstoffen auf Zuckerrohrbasis hergestellt, schützt den Wein vor Oxidation und Reduktion und garantiert so einen perfekten Trinkgenuss. Nomacorc ist CO₂-neutral und zu 100 Prozent recycelbar.

DIAM:Für unseren Chianti Classico Annata und unseren N°2 setzen wir auf Diam. Diam ist ein technologischer Korken, der dank eines patentierten Reinigungsverfahrens die sensorische Neutralität und Homogenität garantieren kann. Sein CO₂-Fussabdruck ist negativ.

NATURKORK: Für unsere Spitzenweine setzen wir bis heute auf Naturkorken als Verschluss. Er ist sowohl für den Wein als auch in Sachen Nachhaltigkeit unübertreffbar. Naturkork ist zu 100 Prozent recycelbar.

Die nachhaltige Bewirtschaftung der Korkeichenwälder im Mittelmeerraum sichert übrigens nicht nur wertvollen Lebensraum, sondern leistet auch einen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel. Mit einer Fläche von rund 2,3 Millionen Hektar binden diese Wälder jährlich rund 14 Millionen Tonnen des Treibhausgases CO2. Eine Korkeiche, deren Rinde regelmässig geerntet wird, bindet mehr als dreimal soviel CO2 wie eine ungenutzte Korkeiche.

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