Rebjahr 1998

1998 war ein Jahr mit extrem hohen Temperaturen. Die hohen Werte im Februar und März führten zu einem frühzeitigen Beginn der Vegetationsphase bei den Reben. Auf Brancaia erfolgte die Knospenbildung beim Sangiovese bereits Ende März. Glücklicherweise blieben die Temperaturen im April mild, was die beim frühzeitigen Austrieb sehr grosse Frostgefahr bannte. Der ganze Frühling war von reichlichen Niederschlägen gekennzeichnet. Von Anfang Juni bis zur Weinlese allerdings blieben die Regenfälle aus. Die zweite Augustwoche sorgte für besondere Aufregung, denn die Temperaturen erreichten 38°C! Dank der guten Wasserspeicherkapazität des Bodens und der Blattausdünnung blieben aber die Pflanzen von der befürchteten Unterbrechung der Reifephase verschont. Ab Anfang September sanken die Temperaturen und es kam zu einigen Regenfällen. Aufgrund dieser meteorologischen Bedingungen war der Lesebeginn sehr früh. Die Lese des Merlots begann auf Brancaia am 10. September und wurde am 7. Oktober auf Poppi mit dem Sangiovese abgeschlossen.

Der Most wies einen hohen Zuckergehalt, eine intensive Farbe und einen erhöhten Gehalt polyphenolischer Substanzen auf. Unter diesen Voraussetzungen konnte man 1998 trotz des untypischen Sommerverlaufs grosse Weine von ausgeprägter Typizität erzeugen.

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