Rebjahr 2004

Das Rebjahr 2004 hatte bis in den Frühsommer immer ausreichend Wasser. Dazu trugen überdurchschnittliche Schneefälle und später regelmässige Regenschauer bei. Die Pflanzen konnten so Blätter und Trauben im Überschuss produzieren. Dies bedeutete natürlich zusätzliche Arbeit beim Ausgeizen, sowie bei der Traubenausdünnung. Wir mussten bis zu drei Mal pro Rebfläche Ausdünnen, um den angestrebten Ertrag von 5.500kg/ha nicht zu überschreiten. Die optimale Reife zog sich bis in den Oktober hin. Um einen Botrytisbefall durch den Morgentau vorzubeugen, wurden alle Rebflächen in der Traubenzone entlaubt.

Im Chianti Classico starteten wir die Ernte Ende September mit dem Merlot und schlossen in der zweiten Oktoberwoche mit dem Cabernet Sauvignon ab. Die lange Reifezeit beschenkte uns nicht nur mit ausreichend Zucker, sondern auch eine Fülle an Aromen, Farbe und Tanninen.

In der Maremma war der natürliche Wasserhaushalt für unsere Reben perfekt. Der sonst übliche Wasserstress blieb aus. Die Trauben konnten sich optimal entwickeln und ausgewogen ausreifen. Die Ernte begann Ende August und schloss vier Wochen später mit dem Sangiovese ab.

Das Rebjahr 2004 war sehr arbeitsintensiv, aber der „Mehraufwand“ hat sich 1:1 in der Traubenqualität niedergeschlagen.