Rebjahr 2012

Das Rebjahr 2012 war durch einen sehr heissen und trockenen Sommer gekennzeichnet. Es hat uns einmal mehr spürren lassen, dass ohne „Hilfe“ der Mutter Natur nichts möglich ist.

Das Jahr begann mit einem Wasserdefizit aus dem Vorjahr. Im Januar und Februar wurde es endlich kalt und der erwünschte Niederschlag kam in Form von Schnee. Im Chianti Classico waren die Hügel bis zu 2 Wochen schneebedeckt und sogar in der Maremma hielt der weisse Zauber einige Tage.

Der Frühling war sehr mild und recht regenreich. Doch weder Schnee noch der ausgiebige Frühjahrsregen konnte die Wasserreserven vollständig auffüllen. Ab Juni waren die Tage ausschliesslich schön und ohne jeden Regenschauer. Dies führte in der ersten Hälfte August zu einer Verlangsamung im Reifeprozess der Trauben.

Die Tatsache, dass wir zur Zeit keine jungen Rebanlagen haben, unsere Böden alle recht tiefgründig sind und wir in der Maremma bei vielen Rebbergen über ein Bewässerungssystem verfügen, hat uns zweifelsohne diesem extremem Sommer sehr geholfen. So konnten unsere Reben den lang ersehnten Regen Ende August perfekt verwerten.

Das Herbstwetter im September und Oktober war dann optimal: schöne warme Sonnentage und kühle, frische Nächte.

Die weissen Traubensorten und den Merlot in der Maremma ernteten wir wie gewohnt Ende August. Ab den 10. September ging es mit dem Merlot im Chianti Classico weiter. Am 5. Oktober hatten wir all unsere Trauben im Keller.Das Traubengut war gesund und perfekt ausgereift. Jahrgangsbedingt hatten die meisten Sorten eine verhältnismässig dicke Traubenhaut, welche die extrem hohe Dichte an Polyphenolen in den Mosten erklärt, genauso wie die rund 15% geringere Ausbeute.

Das Fazit: insgesamt eine tolle Ernte, die grosse Weine verspricht.

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